Projekt mit der Stiftung EVZ

Besuch aus Gatschina


Eine Woche lang waren acht Vertreterinnen verschiedener sozialer staatlicher Einrichtungen aus Gatschina zu Gast in Ettlingen. Ziel ihres Besuchs war es, sich darüber zu informieren, welche Angebote und Möglichkeiten es hier für ältere Bürger gibt – angefangen vom aktiven Engagement über Freizeitgestaltung bis hin zu Pflege und Hospizdiensten. In enger Zusammenarbeit mit dem Verein “Deutsch-Russische Gesellschaft Ettlingen” hatte der
Seniorenbeirat ein umfangreiches Programm zusammengestellt, das die Gäste nicht nur über die Seniorenarbeit des Begegnungszentrums informierte, sondern auch die Möglichkeit gab, zahlreiche Einrichtungen wie das Vincentius-Haus, das Stephanus-Stift am Stadtgarten oder das Caritas-Seniorenzentrum am Horbachpark sowie das “Eff-Eff” kennenzulernen. Ein Grußwort der Oberbürgermeisterin Gabriela Büssemaker stand ebenso auf der Agenda wie ein Referat der Bürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick zum Thema “Soziales Ettlingen”, für das sich Zinaida Bystrova, die Direktorin des “Zentrum für Sozialbetreuung der älteren Bürger und Behinderten” in Gatschina, mit einem Gastgeschenk herzlich bedankte.

Neben dem sehr umfangreichen Informationsprogramm blieb nur wenig Zeit für die Erkundung Ettlingens und seiner Umgebung – allein der Samstag war für einen Ausflug nach Baden-Baden, ins Elsass und nach Straßburg reserviert.
Welche von den vielen Anregungen, die die Delegierten hier erhalten haben, sich in und um Gatschina umsetzten lassen, um die Lebenssituation insbesondere für ältere Menschen zu verbessern, das ist nun die Aufgabe für die nächsten Wochen und Monate. Auf deutscher Seite bestand bei allen Teilnehmern des Gedankenaustauschs Einigkeit, dass die Besucher aus der Ettlinger Partnerstadt tatkräftig unterstützt werden sollten.

Begegnungszentrum in Gatschina feierte 5 Jähriges Jubiläum

Im Zeitraum 17.-24. Februar 2008 informierten sich 8 Mitarbeiterinnen des Sozialamtes in Gatschina beim Ettlinger Seniorenbeirat über das Ettlinger Begegnungszentrum, 3 Experten aus Ettlingen reisten vom 11.  bis 15. Mai 2008 nach Gatschina. Gefördert wurde das Projekt von der deutschen Stiftung  Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ).
Bereits im September 2008 trafen sich die ersten Aktivgruppen in Gatschina und
gründeten die Schule des 3. Alters in provisorisch von der Administration zur Verfügung gestellten Räumen.
Jedes Jahr kamen nützliche und interessante Projekte hinzu, aus ursprünglich 25
Teilnehmern sind inzwischen etwa 300 geworden. In Gatschina erhielt die Schule des 3. Alters ein eigenes Gebäude, 3 Filialen im Kreis Gatschina wurden gegründet.
Die Schule des 3. Alters in Gatschina hat sich mehrfach erfolgreich um Förderung ihrer Arbeit bei der Stiftung EVZ beworben.
Die Stiftung EVZ setzt auf ein Modell von „Verantwortung in Partnerschaft“ und will die Überlebenden der NS-Verfolgung nicht allein als hilfsbedürftige Menschen ansprechen.
Ziel der Förderung ist es vielmehr, zur Würdigung der Lebensleistung und
gesellschaftlichen Anerkennung von NS-Opfern beizutragen. Das jährlich mit rund 1,2 Millionen Euro unterstützte Programm soll auch dazu anregen, die Potenziale einheimischer Sozialsysteme zu nutzen und nachhaltige Strukturen für NS-Opfer vor Ort aufzubauen.