Gründung der Deutsch sowjetischen

70 Gründungsmitglieder ho­ben in Ettlingen die „Deutsch-Sowjetische Ge­sellschaft Ettlingen“ aus der Taufe. Die Aufga­ben der Gesellschaft, die – so die Satzung – „weltanschaulich und parteipolitisch unabhän­gig“ ist, sind die Förderung der Beziehungen und die Verständigung zwischen der Bundesre­publik Deutschland und der Sowjetrepublik. Die Initiativen dazu sind „die Förderung des Gedankens der Völkerverständigung und die Herstellung unmittelbarer Verbindungen zwi­schen Vertretern und Institutionen des kulturel­len und sportlichen Lebens beider Staaten“. Er­gänzt werden sollen diese Verbindungen durch Veranstaltungen, insbesondere Vorträge, Sym­posien, Ausstellungen, Konzerte sowie Informa­tions- und Studienreisen. Angestrebt wird auch die Gründung einer Partnerschaft zwischen Ett­lingen und einer in etwa gleich großen Stadt in der Sowjetunion. Als Vorsitzender der Gesell­schaft wurde Dr. Rüdiger Dierkesmann gewählt. Die Stadt Ettlingen sicherte der Gesellschaft Unterstützung zu.

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Mit der Gründung der „Deutsch-Sowjetischen Gesellschaft Ettlingen“ verfügen Gemeinderat und Stadtverwaltung be­reits vor der Besiegelung der Partnerschaft mit einer russischen Kirche über eine Institution, die künftig zum Austausch von Organisationen und ihren einzelnen Bürgern beratend zur Ver­fügung steht. Dies stellte Dr. Rüdiger Dierkes­mann an den Beginn seiner Ausführungen bei der konstituierenden Sitzung des Vereins, zu der etwa 70 Gründungsmitglieder in die „Son­ne“ gekommen waren. Einstimmig wurden bei der Wahl des Vorstandes Dr. Rüdiger Dierkes­mann zum ersten Vorsitzenden, Eva-Maria Langensteiner, Bürgermeister i. R. Camill Siegwarth . und Rechtsanwalt Lutz Foss zu desen Stellvertetem gewählt. Zum Schatzmeister wurde Horst Rapke, zum Schriftführer Adolf Köhler ernannt. In den Vorstand als beratende Mitglieder ge­wählt wurden der Leiter der Volkshochschule, Eugen Faas, der Leiter der Musikschule, Wolf­gang Dick, der Leiter der städtischen Museen, Hanno Hafner, Rektor Wolfgang Lorch von der Anne-Frank-Realschule, Karl Wölfle vom Arbei­ter-Sportverein Ettlingen, Anne-Marie Schmidt sowie Doris Haupt.

Lutz Foss hatte vor den Wahlen die Satzung der „Deutsch-Sowjetischen Gesellschaft Ettlin­gen“ aus juristischer Sicht erläutert. Die Aufga­ben und Ziele der Gesellschaft, die weltanschau­lich und parteipolitisch unabhängig ist, sind die Förderung der Beziehungen und die Verständi­gung zwischen der Bundesrepublik Deutsch­land und der Union der Sozialistischen So­wjetrepubliken zu vertiefen. Die Initiativen hier­zu sind die Förderung des Gedankens der Völ­kerverständigung und die Herstellung unmittel­barer Verbindungen zwischen Vertretern und Institutionen des kulturellen und sportlichen Lebens beider Staaten. Ergänzt werden sollen diese Verbindungen durch Veranstaltungen, ins­besondere Vorträge, Symposien, Ausstellungen, Konzerte sowie Informations- und Studienrei­sen. Angestrebt wird neben der Gründung einer Partnerschaft zwischen Ettlingen und einer in etwa gleich großen Stadt in der Sowjetunion die intensiven Kontakte mit deren Bürgern.

Die Satzung, die des weiteren die üblichen Regularien enthält, wurde einstimmig von den Gründungsmitgliedern .gebilligt. Zuvor waren wenige redaktionelle Änderungen vorgenom­men worden, die von den Anwesenden zügig und in sachlicher Form diskutiert wurden.

Die „Deutsch-Sowjetische Gesellschaft Ettlin­gen“ soll in das Register des Amtsgerichts Ett­lingen eingetragen werden. Wie Lutz Foss wei­ter wissen ließ, hat das Finanzamt Ettlingen die Anerkennung zur Gemeinnützigkeit des Vereins bereits signalisiert. Die Gesellschaft seitens der Stadt zu unterstützen versprach überdies Bür­germeisterin Margareta Barth, die ebenfalls zur Gründungsversammlung gekommen war.