Bürgerreisen nach Gatschina (2003-2011)

Reise nach St. Petersburg und Gatschina  215. Jubiläumsfeier der Stadt Gatschina

Flugreise nach St. Petersburg, 2008, 15.05.-23.05
 Die Deutsch-Russische Gesellschaft unterstützt den gegenseitigen Besucheraustausch zwischen der Partnerstadt Gatschina und Ettlingen.

Grußwort an die Partnerstadt Gatschina

Ergänzend zu den Reisegruppen von “Die Polizei hilft”, Musikschule Ettlingen, der deutsch-russischen Gesellschaft und des Judoclubs Ettlingen, der zum Europacup in St. Petersburg weilte, überbrachten die Stadträte Alfredo Palermo und Uwe Künzel nicht nur Grüße aus Ettlingen, sondern überreichten bei dem freundschaftlichen Empfang ein Präsent von Oberbürgermeisterin Büssemaker an den stellvertretenden Bürgermeister Vladimir Norkin von Gatschina.

Es freute Palermo und Künzel, dass bereits im Juli eine Schülergruppe aus Gatschina nach Ettlingen kommt. Und wie in den zurückliegenden Jahren werden auch heuer wieder die russischen Freunde beim Marktfest mit dabei sein.

ДУХОВНЫЙ  ПОТЕНЦИАЛ  РЕГИОНА

 В Гатчине состоялись Дни немецкой культуры, которые на этот раз «были посвящены 15-летию со дня образования в городе Общества русско-немецкой дружбы.

Официальная встреча с гостями из немецкого города-побратима Эттлинген состоялась в концертном зале Детской музыкальной школы им. Ипполитова-Иванова. Как сказал выступивший на встрече заместитель главы администрации г. Гатчины В.А. Норкин, «у Гатчины несколько городов-побратимов, но наиболее развитые отношения сложились с городом Эттлингеном. Оба города связывают многочисленные обмены делегациями и немалое количество культурных мероприятий».

Руководителям трех приехавших в Гатчину групп – господам Крамеру, Эккеру и Циммерману, стоявших у истоков создания русско-немецкого общества в Гатчине, от имени главы администрации города вручены подарки и сувениры. О заслугах этих людей на встрече было сказано немало добрых слов. В частности, господин Крамер является бессменным руководителем акции «Полиция помогает». Он же был организатором транспортировки гуманитарных грузов в Гатчину. В начале 90-х годов помощь немецких друзей имела огромное значение для социальной поддержки детских учреждений и жителей города. Недавно в фонд Гатчины также поступили средства от концерта, который недавно прошел в Эттлингенском дворце. Встреча гостей из города-побратима завершилась концертом. В нем выступила с сольным пением хормейстер хоровой школы «Апрель» Виктория Белова и оркестр аккордеонистов «Гармоника».

В свою очередь, приехавший в составе делегации немецкий джаз-ансамбль дважды выступил перед гатчинцами. Немецкая делегация побывала на выставке, которая экспонируется в Детской художественной школе, а в школе-интернате открылась выставка художника Бертельсмана. В лингвистическом центре «Диалог» (Дворец молодежи) состоялся открытый урок на тему «Немецкие классики»

 

В Гатчине состоялись Дни немецкой культуры, которые на этот раз «были посвящены 15-летию со дня образования в городе Общества русско-немецкой дружбы.

Официальная встреча с гостями из немецкого города-побратима Эттлинген состоялась в концертном зале Детской музыкальной школы им. Ипполитова-Иванова. Как сказал выступивший на встрече заместитель главы администрации г. Гатчины В.А. Норкин, «у Гатчины несколько городов-побратимов, но наиболее развитые отношения сложились с городом Эттлингеном. Оба города связывают многочисленные обмены делегациями и немалое количество культурных мероприятий».

Руководителям трех приехавших в Гатчину групп – господам Крамеру, Эккеру и Циммерману, стоявших у истоков создания русско-немецкого общества в Гатчине, от имени главы администрации города вручены подарки и сувениры. О заслугах этих людей на встрече было сказано немало добрых слов. В частности, господин Крамер является бессменным руководителем акции «Полиция помогает». Он же был организатором транспортировки гуманитарных грузов в Гатчину. В начале 90-х годов помощь немецких друзей имела огромное значение для социальной поддержки детских учреждений и жителей города. Недавно в фонд Гатчины также поступили средства от концерта, который недавно прошел в Эттлингенском дворце. Встреча гостей из города-побратима завершилась концертом. В нем выступила с сольным пением хормейстер хоровой школы «Апрель» Виктория Белова и оркестр аккордеонистов «Гармоника».

В свою очередь, приехавший в составе делегации немецкий джаз-ансамбль дважды выступил перед гатчинцами. Немецкая делегация побывала на выставке, которая экспонируется в Детской художественной школе, а в школе-интернате открылась выставка художника Бертельсмана. В лингвистическом центре «Диалог» (Дворец молодежи) состоялся открытый урок на тему «Немецкие классики»

 

 [Скорнякова З. Дни немецкой культуры// Гатчинская правда. 20 июня. С.1.].

Im Jahre 2006 (Pfingstferien) führten wir eine Reise in Verbindung mit der Regionalgruppe Tübingen  durch.

Nach Gatschina und per Schiff nach Karelien

Anfang Juni startete die erste Gruppe der DRG-Ettlingen zu einer Reise nach St. Petersburg, wo neben Besichtigungen (Jusupovpalast, Peter-Pauls Festung) die persönlichen Begegnungen mit Freunden aus der Partnergesellschaft in Gatschina im Mittelpunkt standen. So lud die neu gewählte Vorsitzende der RDG, Marina Novinenko zum Abendessen ein.

Der seit Anfang des Jahres amtierende Bürgermeister Alexandr Kalugin nahm sich Zeit für eine Begegnung mit dem Vorsitzenden der DRG, Gerhard Laier. Dabei unterstrich er die Bedeutung der Städtepartnerschaften mit Ettlingen, Espoo (Finnland) und Eskilstuna (Schweden). Das im Leningrader Gebiet bereits weit fortgeschrittene Projekt der Selbstverwaltung der Kommunen hat den finanziellen Spielraum der Stadt Gatschina eingeschränkt.

Einige Reiseteilnehmer besuchten den ehemaligen, größten deutschen Soldatenfriedhof in Gatschina (3.470 Gräber).

Nach Aussagen vom Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge sind ab Juli Umbettungen zum zentralen Friedhof im Leningrader Gebiet (Sologubowka) vorgesehen.

Gatschina gehörte von September 1941 bis Januar 1944 zum Belagerungsring um Leningrad (St. Petersburg), der Stadt, die Adolf Hitler aushungern und völlig vernichten wollte.

Aus allen Himmelsrichtungen trafen im Laufe des Sonntags die Passagiere auf dem Ost- West- Kulturschiff “Groß-Nowgorod” an der Anlegestelle an der Newa in St. Petersburg ein. Vier Mitglieder der Deutsch-Russischen Gesellschaft Ettlingen waren an Bord des Kulturschiffs gemeinsam mit Teilnehmern aus Tübingen, La Rochelle (Frankreich) und der Schweiz.

Weiße Nächte am Ladoga-See, auf dem Fluss Swir und Onega See.

Nächtliche Stille unter milchig-weißem Himmel. Kein Ufer ist zu sehen, seit das Boot die Newa verlassen hat und an der Festung Schlüsselburg vorbei auf das offene Wasser hinausgefahren ist. In den “Weißen Nächten”, zwischen Tag und Nacht, für die auch St. Petersburg berühmt ist, entfaltet der Ladoga seinen Zauber, mit seinen rund 18.000 Quadratkilometern Europas größter Süßwasser-See – und ein noch unentdecktes kleines Paradies.

Der Onegasee ist der zweitgrößte Binnensee in Europa, im Nordwesten Russlands gelegen. Im See befinden sich zahlreiche Inseln, darunter die Insel Kischi mit ihrer berühmten Kirche. Über den Fluss Swir besteht Verbindung zum Ladogasee und zur Ostsee. Mit der Nördlichen Dwina (damit mit dem Weißen Meer) und mit der Wolga (damit mit dem Kaspischen Meer und auch mit dem Schwarzen Meer) ist der Onegasee über Kanäle und Flüsse verbunden.

Größte Stadt am Onegasee ist die karelische Hauptstadt Petrosawodsk.

Die Insel Kischi im Onegasee gehört mit ihrem Bauensemble in alter Holzbauweise zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Name der Insel deutet darauf hin, dass sich an der Stelle früher ein heidnischer Ritusplatz befand. Im 18. Jahrhundert wurde das bestehende Ensemble erbaut, welches die Verklärungskirche mit 22 Zwiebeltürmchen (gebaut 1714) und die Kirche Maria Schutz und Fürbitte (gebaut 1764) umfasst. Das Dach der Verklärungskirche ist mit 30.000 Espenholzschindeln gedeckt und sie ist die einzige erhaltene Mehrkuppelkirche der Welt in Holzbauweise.

Täglich gab es Präsentationen der Delegationen aus Petrosawodsk und deren Partnerstädten Tübingen und La Rochelle.

Konzerte, Lesungen (Wjatscheslaw Kuprijanow war am Anfang der 90er Jahre in Ettlingen) Zirkusauftritte (Kinder- und Jugendzirkus “Zambaioni” aus Tübingen) rundeten das Programm ab.

Die stärkere Vernetzung der Partnerstädte war mit auch ein Ergebnis dieser Reise. So hat Dr. Jörg Bohse von der Tübinger West-Ost Gesellschaft der DRG Ettlingen eine enge Kooperation bei zukünftigen Projekten angeboten.

Rechtzeitig lief man im Flusshafen in St. Petersburg ein, um im Sportpalast den Mannschafts-Meisterschaften zuzuschauen, an denen der Judoclub Ettlingen teilnahm.

Nach dem erfolgreichen Kampf gegen das türkische Team Kocaeli folgte das unglückliche Ausscheiden gegen den haushohen Favoriten Yawara Newa aus St. Petersburg.

Überwältigt von der Gastfreundschaft bei den persönlichen Begegnungen, den vielen Eindrücken und Erkenntnissen ging es vom Pulkovo Flughafen nach Frankfurt.

Reisebericht 2005:

Gatschina ist anders und besser als das, was man oft über Russland hört”, davon konnten sich der Vorsitzende der DRG, Gerhard Laier und Gerd-Rainer Ritter bei einem Kurzbesuch vom 29.10. bis 02.11. überzeugen.

Auf der Fahrt zur Stadt fiel die rege Bautätigkeit sofort ins Auge, wobei sich die Neubauten optisch ansprechend von der früheren Plattenbauweise unterscheiden. Daneben beeindrucken neue Grünanlagen, Geschäfte und Cafes.

In den ersten Gesprächen, beim Empfang im Büro der Russisch-Deutschen Gesellschaft, wurde darauf hingewiesen, dass man nach einer Phase der schweren Wirtschaftskrise im Herbst 1998 seit  2002 einen deutlichen Wirtschaftsaufschwung zu verzeichnen habe.  Dies führt dazu, dass sich eine Mittelschicht heraus bildet, die auch in der RDG stark vertreten ist. Diese Gruppe blickt mit Dankbarkeit auf Hilfeleistungen aus Deutschland zurück. Für die Zukunft wünscht man sich eine neue Qualität der partnerschaftlichen Beziehung.

Die Jugendlichen in der RDG bedankten sich für die Möglichkeit, praktische Erfahrungen bei der Stadtranderholung und EKSA  in Ettlingen zu sammeln und  äußerten die Hoffnung, im kommenden Jahr am Jugendaustausch teilnehmen zu können.

Der Vorsitzende des Sportkomitees, Herr Pimenov, bedankte sich persönlich dafür, dass eine Gruppe von 37 jungen Sportlern und Betreuern aus Gatschina beim Kinder- und Jugendsportmeeting teilnehmen durften. Er äußerte die Hoffnung, dass es bald zum  Austausch von Sportlern einzelner Disziplinen kommen wird. Mit Stolz wies er auf das neue  Kunstrasenfeld und die Schwimmhalle hin.  Zu Wettkämpfen möchte das Sportkomitee  gerne Sportler aus Ettlingen einladen.

Im Bildungszentrum der Schule Nummer 8 trugen Chöre (APRIL)  aller Altersstufen Lieder vor, anschließend fand ein Empfang bei dem Lehrerkollegium statt. Aus dieser Schule  erhielten wir im Frühjahr Zeichnungen zum Thema „Krieg und Frieden“ , die in der Herz-Jesu Kirche im Mai zu sehen waren. Die Schulleiterin bedankte sich für die Gastfreundschaft Ettlinger Familien, die dem Chor APRIL zuteil wurde.

In Gatschina, das während des 2. Weltkrieges von deutschen Truppen zwischen September 1941 und Januar 1944 besetzt war, wurden seinerzeit 4 deutsche Friedhöfe angelegt. In Gesprächen mit dem stellvertretenden Leiter des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge in St. Petersburg, Herrn Kirin, wurde darauf hingewiesen, dass Gespräche mit der Stadtverwaltung Gatschina in Gang kamen und bis zum Sommer kommenden Jahres Umbettungen zum Sammelfriedhof Sologubowka bei St. Petersburg geplant sind.

Frau Golubjova von der Administration in Gatschina organisierte eine Führung durch das Kinderheim in Gatschina. Beeindruckend war das Konzept der Vorsorgeuntersuchung in der Eltern oder Erzieher mit eingebunden werden. Regelmäßige Nachuntersuchungen sollen die Therapieerfolge sicher stellen. Psychologen und Ärzte, teilweise in Skandinavien ausgebildet, konnten von ihrer erfolgreichen Tätigkeit berichten.

Am Nachmittag wurde ein Heim für ältere Menschen (betreutes Wohnen) besucht. Beeindruckt hat  ein Spezialraum für Behinderte. Darin können diese Menschen 2 Monate lang wohnen und Hilfsmittel kennen lernen, die ihnen das Leben danach in ihrer eigenen Umgebung erleichtern soll. Die Gegenstände werden häufig aus Skandinavien importiert.

Groß war die Freude für die Schüler des Deutsch Unterrichts im Büro der RDG, als sie ihre Fragen zur aktuellen Situation in Deutschland und Ettlingen im Besonderen stellen durften.  Im Fortgeschrittenen Kurs hatten die Teilnehmer kaum Verständnisprobleme. 

Von den ca. 200 Mitgliedern der RDG nimmt eine große Zahl an den Deutsch-Kursen teil, die in den Abendstunden im Büro der RDG abgehalten werden. Am Montag, 31.10. unterrichteten die beiden Lehrerinnen, Frau Dr. Baklitzkaja und Frau Norkina etwa 45 Personen.

Zum Abschluss der Reise trafen sich  Mitglieder der RDG mit den Gästen aus Ettlingen in einem Cafe. Der Abend wurde musikalisch umrahmt von der Saxtown band, die beim diesjährigen Ettlinger Marktfest begeisterte. Etliche Anwesende waren Ende August Gäste beim Ettlinger Marktfest und bedankten sich nochmals für diese Gelegenheit.

Am 4.11. hat Russland zum ersten Mal den neuen Staatsfeiertag begangen. Auf diese Art und Weise will man einem Volk seine Geschichte zurückgeben. Das Volk, das seine Geschichte nicht mehr einordnen kann, weiß nicht, wie es reagieren soll. Um dem Feiertag überhaupt einen Inhalt zu geben, ernannte man ihm zum Tag der guten Taten – jeder soll eine gute Tat begehen.

Im Jahre 2004 haben wir in Verbindung mit dem Reisebüro CVJM eine Reise durchgeführt: Reisebericht 20.06. – 01.07.

Der Vorsitzende der Deutsch-Russischen Gesellschaft, Gerhard Laier, besuchte mit einer neunköpfigen Gruppe Ettlingens Partnerstadt. Die Russisch-Deutsche Gesellschaft Gatschina hatte eingeladen und organisierte Unterkunft und Programm.

Die meisten Teilnehmer waren das erste Mal in Gatschina. Entsprechend nachhaltig waren für sie die Eindrücke.

Ein anspruchsvolles Programm führte zu den bedeutendsten kulturellen und geschichtlichen Stätten der Region, zu landschaftlichen Anziehungspunkten, aber auch zu wichtigen Einrichtungen. Besonders hervorzuheben sind, die Fahrt nach Nowgorod, die Besuche in St. Petersburg und Puschkin (Bernsteinzimmer), der Abend im berühmten Marinskij-Theater und die Nacht an der Newa, wo die Brückenöffnung nach Mitternacht zu einem eindrucksvollen Erlebnis wurde. Daneben ist noch der Besuch auf dem deutsch-spanischen Soldatenfriedhof in Nowgorod und der Spaziergang durch den Märchenwald zur heiligen Grotte bei Siverskaya zu erwähnen.

Auch “gesellschaftlich” kamen die Teilnehmer nicht zu kurz. Mit den Freunden der Russisch-Deutschen Gesellschaft entwickelten sich stimmungsvolle Begegnungen mit Gesprächen und Tanz, an drei Abenden waren die Ettlinger in kleinen Gruppen zu Familien eingeladen. Lebensumfeld, berufliche und menschliche Erfolge und Sorgen – und nicht zu vergessen eine überwältigende Gastfreundschaft konnte man unmittelbar kennen lernen. Die “weißen Nächte” taten ein Übriges, dass Müdigkeit und Langeweile nicht aufkommen konnten.

Wieder einmal war auf der russischen Seite von der Vorsitzenden Ludmila Erofeeva und ihren Helfern alles perfekt organisiert. Die ganze Gruppe wohnte zusammen und war im neu eröffneten Gästehaus der Familie Pungar bestens untergebracht.

Die meisten Teilnehmer wollen wieder nach Gatschina fahren. Eine gute Werbung für die deutsch-russische Verständigung und für die Stadt Gatschina. Die Deutsch-Russische Gesellschaft plant eine Wiederholung der Reise im Jahr 2005. Vielleicht können sich dann noch weitere Mitbürger zur Teilnahme entschließen.

Im Jahre 2003 fanden  2 Reisen  statt: 5. – 15. Juni und in den Sommerferien zwischen dem 25. Juli bis  6. August.